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  • May 24, 2018
  • 24 min to read

35 Regeln für die Bildgestaltung beim Fotografieren

35 Regeln für die Bildgestaltung beim Fotografieren

Um deine Fertigkeiten im Bereich der Landschaftsfotografie konsequent weiterzuentwickeln, braucht es keine teure oder ausgefallene Ausrüstung. Stattdessen reicht es, die Kunst der Bildgestaltung zu erlernen.

Die Bildkomposition bzw. -gestaltung ist ein wesentlicher Bestandteil der Fotografie, wenn nicht sogar das entscheidendste Kriterium. Sobald du ein Verständnis dafür entwickelt hast und Kompositionstechniken wirkungsvoll einsetzt, wirst du feststellen, dass deine Fotos mit der Zeit immer besser werden.

Im Folgenden sind 35 Tipps und Tricks zur Landschaftsfotografie aufgelistet, mit deren Hilfe dir atemberaubende Aufnahmen gelingen werden.

1. Suche nach perfekten Lichtverhältnissen

Ausgezeichnete Lichtverhältnisse machen aus einem guten Landschaftsfoto ein Großartiges. Je nach Situation solltest du diesen Sachverhalt zu deinen Gunsten nutzen. Beispielsweise kannst du das dramatische Licht nach einem Sturm, bei einem Blitz oder das schöne Licht zur Goldenen Stunde ausnutzen. Du wirst erstaunt sein, was für einen Unterschied tolle Lichtverhältnisse bewirken können.

2. Ausgewogenheit

Achte darauf, dass sämtliche Elemente einer Komposition gut zusammenpassen. Dadurch wirkt dein Foto optisch ausgewogener. Vermeide aufdringliche Elemente.

3. Die Drittel-Regel

Die sogenannte Drittel-Regel ist eine häufig angewandte Empfehlung, nicht nur in der Fotografie, sondern auch in Gemälden, in der Gestaltung und in Filmen.  Die Regel besagt, dass ein Bild durch zwei horizontale und zwei vertikale Linien in neun gleichgroße Rechtecke geteilt wird.

Im nächsten Schritt sollte das Motiv eines Bildes nicht zentral, sondern etwas außermittig angeordnet werden. Als Ergebnis erhält man natürlich wirkende, ausgewogene Fotos.

4. Interesse aufrechterhalten

In der Landschaftsfotografie ist es wichtig, die Aufmerksamkeit des Betrachters zu erregen, indem man darauf achtet, dass die tragenden Elemente das Augenmerk zurück auf das Hauptmotiv lenken. Beispielsweise sind Kontraste eine Möglichkeit, um optische Spannungen zu erzeugen.

5. Negativen Raum berücksichtigen

Bilder, die den negativen Raum einbeziehen, wirken oft dramatischer. Per Definition ist der negative Raum jener Raum um und zwischen dem/n Motiv/en eines Bildes.

6. Wo sind die Linien?

Das Einbeziehen von Linien in deine Fotos ist eine gute Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf das Hauptmotiv im Bild zu lenken. Straßen, Flüsse und Eisenbahnschienen sind drei Beispiele für solche real existierenden Linien.

7. Geometrische Formen

Linien stellen nicht die einzige Möglichkeit dar, die Aufmerksamkeit auf das Hauptmotiv zu lenken. Muster und Formen sind eine großartige Möglichkeit, deinen Bildern Struktur zu verleihen. Nutze sie zu deinem Vorteil und betone damit die dreidimensionale Beschaffenheit deiner Motive.

8. Vordergrund nicht außer Acht lassen

Das Anordnen des Motivs in einem Bild sowie die Darstellung seiner Inhalte erfolgt am besten über den Vordergrund. Durch Elemente im Vordergrund kannst du die Aufmerksamkeit des Betrachters besser erregen und dessen Blick in das Bild lenken. Denk an die Tiefenwirkung.

9. Auch das Einrahmen wirkt Wunder

Mithilfe natürlicher Elemente kannst du deine Bilder einrahmen und beeindruckende Fotos erschaffen. Als Beispiele für die Bildkomposition kommen Äste, Eiszapfen, eine Tür und vieles mehr in Frage.

10. Im Zweifelsfall vereinfachen

Manchmal ist weniger mehr. Achte bei Landschaften darauf, sämtliche unnötigen Elemente aus dem Bildausschnitt zu entfernen, einschließlich störender Details, die vom Hauptmotiv ablenken.

11. Das "perfekte" Bild?

Lass dir sagen: Das perfekte Bild gibt es nicht. Stattdessen sollte dein Ziel bei Landschaftsaufnahmen sein, ein optisch spannendes und aussagekräftiges Bild zu erschaffen. Das Motto lautet: Kraftvoll und unverwechselbar, anstatt zu überladen und übermäßig technisch.

12. Achte auf den Horizont…

Der Horizont in deinem Landschaftsfoto sollte nicht mittig platziert werden. Verschiebe stattdessen den Himmel oder die Landschaft nach oben bzw. unten, um den Horizont außermittig anzuordnen. Dadurch entsteht ein spannenderes Foto.

13. …und vermeide Verschmelzungen

Achte darauf, dass sich die Horizontlinie nicht mit dem Hauptmotiv in deinem Bild kreuzt. Ansonsten riskierst du, dass der Betrachter abgelenkt wird. Verschiebe stattdessen den Bildausschnitt nach oben oder unten bzw. nach links oder rechts, um die sogenannte Horizontverschmelzung zu vermeiden.

14. Das Leben ist gut

Einige der besten Landschaften sind jene, in denen gleichzeitig Lebewesen, wie z. B. Farm-, Haustiere oder Ähnliche auftauchen, denn diese vermitteln dem Betrachter Größe.

15. Das Ausmaß der Szenerie

Nochmals zur Erinnerung: Ein Motiv in der Landschaft vermittelt dem Betrachter ein Gefühl über das Ausmaß bzw. die Größe der Szenerie. Dadurch sticht das Bild hervor und wirkt interessanter.

16. Eine singuläre Sensation

Einige der besten Landschaften sind jene mit einem einsamen Motiv, wie z.B. ein Baum, ein Haus, ein Gebäude oder ein Auto. Durch kluges Ausnutzen kannst du die Motive herausstechen lassen.

17. Zähl bis Drei

Du bist dabei, den nächsten Schritt hin zum perfekten Landschaftsfoto zu unternehmen. Kurz bevor du den Auslöser betätigst, taucht leider, ganz unverhofft, ein Objekt auf und ruiniert alles. Um deine Chancen auf eine ungestörte Aufnahme zu erhöhen, solltest du tief durchatmen, dich entspannen und bis Drei zählen. Erst danach solltest du auf den Auslöser drücken.

18. Wiederkehrende Objekte

Wiederkehrende Objekte sind eine gute Möglichkeit, um deinen Standpunkt deutlich zu machen. Nutze sie, um eine einzigartige Einrahmung zu kreieren. Als Beispiele für die Bildkomposition kommen Bäume, Wohnhausfenster u.v.m. in Frage.

19. Richtig fokussieren

Per Definition solltest du auf das Hauptmotiv deines Bildes fokussieren. Nutze deshalb die Fokuslupe zum Scharfstellen. Mit anderen Worten: Betone dein Hauptmotiv.  

20. Natürliche Schönheit

Bring mehr Natur in deinem Bildausschnitt unter, um die Bildgestaltung bei einer Landschaftsaufnahme zu verbessern. Als Beispiele für die Bildkomposition kommen Wasser, Land und Vegetation in Frage. Dadurch kannst du dein Foto aufwerten und sinnvoller gestalten.

21. Hoch- oder Querformat?

Nimm dir etwas Zeit und überlege, ob du das Motiv eher im Hoch- oder Querformat fotografieren solltest. Ersteres ist eine gute Möglichkeit, hohe Objekte hervorzuheben und deren Höhe zu betonen, während Letzteres dir hilft, die Breite zu verdeutlichen.

Eine gute Regel lautet: Nimm das Motiv sowohl im Hoch- als auch im Querformat auf und entscheide später in der Nachbearbeitung, welche Aufnahme besser ist.

22. Beschneiden ist selbstverständlich möglich

Mittels Beschnitt kannst du Fehler korrigieren und deine Bildkomposition neu gestalten. Du solltest so oft wie möglich davon Gebrauch machen.

23. Auslassen

Du solltest außerdem begreifen, dass weniger manchmal mehr ist. Falls ein Objekt in einem potenziellen Bild keinerlei Emotionen hervorruft oder nicht zur Geschichte beiträgt, dann solltest du es entfernen.

24. Ungerade Anzahl

Falls mehrere Motive in deinem Bild vorkommen, so sollte es eine ungerade Anzahl von Objekten sein. Beispielsweise sorgen drei oder fünf Motive (im Gegensatz zu zwei oder vier) für ein ansprechenderes Bild.

25. Bevor du dein Stativ aufstellst…

Das Aufstellen deines Stativs verleiht dir ein Gefühl der Endgültigkeit, das es zu vermeiden gilt. Stattdessen solltest du verschiedene Bildgestaltungen prüfen, bevor du dein Stativ aufstellst.

26. Das Goldene Dreieck

Eine weitere interessante und oftmals angewandte Kompositionsregel ist das Goldene Dreieck. Stell dir vor, durch dein Bild verlaufen Linien, welche drei Dreiecke entstehen lassen: ein Großes und zwei Kleinere. Ordne das Hauptmotiv so an, dass es nur ein Dreieck ausfüllt. Dadurch betonst du das Motiv in angemessener Weise.

27. Muster unterbrechen

Wiederholungen und Muster können für das Auge angenehm sein. Wenn du solche Muster jedoch unterbrichst, kann sich der Betrachter vom Motiv deines Fotos angezogen fühlen.

28. Farbtheorie berücksichtigen

In ihrer grundlegendsten Form stellt die sogenannte Farbtheorie eine großartige Informationsquelle dar, um komplementäre Farben zu ermitteln. Wirf zu Beginn einen Blick auf den Farbkreis und schau dir die sich gegenüberliegenden Farben an.

Beispielsweise Blau und Orange, oder Lila und Gelb. Halte bei deinen Streifzügen Ausschau nach genau diesen beiden Farben, um fantastische Landschaftsbilder zu erhalten.

29. Farbe manchmal beiseitelassen

In einigen Fällen ist eine Landschaft ideal für die Schwarz-Weiß-Fotografie geeignet. In solchen Fällen kannst du das Farbrad getrost vergessen und stattdessen in Schwarz & Weiß denken.

30. Interaktion mit der Landschaft

Personen oder Objekte kommen in einer Landschaft noch besser zu Geltung, wenn diese mit der Szenerie interagieren. Zum Beispiel ein Kind, welches in eine Wasserpfütze hüpft oder ein Hund, der auf einer Straße entlangläuft.

31. Lebewesen verkleinern

Lebewesen in einem Landschaftsbild sind eine großartige Möglichkeit, die Dinge aufzubrechen und dem Betrachter ein Gefühl für die Größe zu vermitteln. Um den Effekt zu verstärken, solltest du versuchen, Lebewesen im Bild besonders klein erscheinen zu lassen. Dadurch verleihst du dem Motiv in deinem Bild noch mehr Bedeutung.

32. Wasserspiegelungen

Wasserspiegelungen können einem Bild Perspektive und Symmetrie verleihen. Mithilfe dieses gestalterischen Mittels kannst du etwas Dynamik vermitteln.

33. Es werde Licht (vereinzelt)

Eine einzelne Lichtquelle hilft, die Aufmerksamkeit des Betrachters zu gewinnen. Als Beispiele für die Bildkomposition kommen der Frontscheinwerfer eines Autos oder das letzte Glühen eines Lagerfeuers in einer kalten Nacht in Frage.

34. Sterne nicht vergessen

Wenn du dich für Nachtaufnahmen in der Natur aufhältst, sollte dein Blick stets zu den Sternen wandern. Sterne sind immer gutes Element und geben deinem Landschaftsfoto den letzten Schliff.

35. Zu guter Letzt: Luftbildfotografie

Die Umstände für Luftbildaufnahmen ändern sich ständig je nach Tageszeit und Standort. Halte in der Luft Ausschau nach verschiedenen Formen, um einzigartige Bilder einzufangen.

Fotografie-Tipps zur Bildgestaltung

Oben sind nur einige Fotografie-Tricks und -Tipps für Anfänger aufgelistet. Um deine Bilder noch besser aussehen zu lassen, solltest du bei der Nachbearbeitung immer auf Photolemur zurückgreifen.

Photolemur funktioniert hervorragend bei digitalen Landschaftsfotos, indem es automatisch den Himmel optimiert, Farben wiederherstellt, Bildrauschen reduziert und viele weitere Dinge automatisch optimiert. Durch die Analyse und das Anpassen verschiedener Aspekte deiner Fotos erhältst du Bilder, die der Perfektion ziemlich nahekommen.

Photolemur weiß natürlich genau, was zu tun ist, um beeindruckende Bilder zu erzeugen. Von Gesichtern über Objekte bis hin zum Himmel – das Programm analysiert und passt verschiedene Aspekte deines Fotos an, um dem perfekten Foto möglichst nahezukommen.

Welche Tipps und Tricks kennst du, um tolle Landschaftsaufnahmen zu schießen? Schreib sie unten in die Kommentare!

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