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  • July 14, 2018
  • 21 min to read

30 Fotografie Tipps

30 Fotografie Tipps

Was ist Bildkomposition? Per Definition bezeichnet die Komposition die Anordnung von Elementen in einem Foto. Gerade im Bereich der Reisefotografie kann der Einsatz von Kompositionsvorlagen und -techniken dazu beitragen, ein gutes Foto in ein großartiges Foto zu verwandeln, ohne auf Programme zur Optimierung der Bildqualität zurückgreifen zu müssen.

Obwohl beim kreativen Fotografieren keine festen Regeln existieren, gibt es natürlich einige bekannte Konzepte für das Fotografieren von Landschaften und Menschen auf eine interessante und dynamische Weise.

Wenn du also unterwegs bzw. auf Reisen bist, denk an folgende Tipps für effiziente und inspirierende Fotosessionen.

1. Die Drittel-Regel

Die Drittel-Regel ist eine der am häufigsten verwendeten Techniken in der Fotografie. Teile den Bildausschnitt in 9 gleichgroße Rechtecke, indem du zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien ziehst. Platziere anschließend die wichtigen Elemente deines Motivs an die Stellen, an denen sich die Linien kreuzen. Dadurch wird mit der Gewohnheit gebrochen, das Motiv nur in der Mitte des Bildausschnitts anzuordnen, wodurch optisch interessantere Fotos entstehen.

2. Die Regel der Ungleichheit

Die Regel der Ungleichheit besagt, dass ein Foto optisch ansprechender wirkt, wenn es eine ungerade Anzahl von Elementen beinhaltet. Als Beispiele für die Bildkomposition kommen drei Personen in einem Porträtfoto, fünf Äpfel auf dem Bauernmarkt oder sieben am Strand aufgereihte Ananas in Frage.

3. Die Zehntel-Regel

Sie ähnelt der Drittel-Regel, geht aber noch einen Schritt weiter. Bei diesem Trick zerlegst du deine Bilder in 100 gleiche Teile (10 x 10 Rechtecke). Das Gefühl der Leere, das dadurch um dein Motiv herum entsteht, schafft ein dramatisches Endergebnis und betont die Größe auf einzigartige Weise.

4. Bewegung von links nach rechts

Oftmals wird betont, dass Bewegungen in einem Foto von links nach rechts verlaufen sollten (da wir im Prinzip ein Foto auf dieselbe Weise lesen wie einen Text). Wenn du also eine Aufnahme von deinem Hund machst, wie er über einen zugefrorenen See rennt, versuche, ihn im linken Bildteil anzuordnen. Einige Regeln können aber auch gebrochen werden – und den Hund von der rechten Seite aus in Bild laufen zu haben, kann sich als ebenso interessant erweisen.

5. Dynamische Spannung von Diagonalen

Es heißt, dass Diagonalen Fotos eine dynamische Spannung verleihen. Aber wie, fragst du dich? Da wir als Betrachter im Alltag nicht an Diagonalen gewöhnt sind (sondern vielmehr an horizontale und vertikale Linien), sorgen ebendiese Diagonalen in einer Fotografie für Instabilität und Spannung. Halte Ausschau nach Brücken, Zäunen und dreieckigen Formen, um den Zauber dieser Technik zu entfalten.

6. Führende Linien

Die Verwendung führender Linien ist eine beliebte Methode in der Welt der Fotografie. Führende Linien tragen dazu bei, den Betrachter in dein Bild hineinzuziehen. Halte Ausschau nach Straßen, Kacheln bzw. Mosaiksteinchen, Pfaden, Steinen und nutze diese Linien und Wege, um den Blick des Betrachters auf dein Motiv zu lenken.  

7. Die Guillotine

Dieses Konzept ist einfach und wirkungsvoll: Lasse den Kopf deines Motivs außen vor, damit der Betrachter sich auf andere Aspekte (wie z. B. die Hände) konzentrieren kann.

8. Das Einrahmen

Dieser Trick ist eine lustige und kreative Art, coole Aufnahmen zu machen. Halte Ausschau nach Dingen wie z. B. einem Zweig, Fenster oder Bogen, um die Landschaft einzurahmen und der Aufnahme Tiefe zu verleihen.

9. Ausfüllen des Bildausschnitts

Bei dieser Methode wird der gesamte Bildausschnitt mit deinem Motiv aufgefüllt, um die volle Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Szene zu lenken, ohne Raum für Ablenkung zu lassen.

10. Freistellung des Motivs

Die Freistellung deines Motivs durch die Wahl einer weiten Blendenöffnung (kleine Blendenzahl) und die damit verbundene geringe Schärfentiefe stellt eine weitere einfache Methode dar. Dabei wird der Hintergrund unscharf und die Bildkomposition der Fotografie vereinfacht.

11. Ausgleichselemente

Manchmal kann es vorkommen, dass sich mehrere interessante Elemente in einem Foto befinden. Beispielsweise hast du auf eine leuchtend orangefarbene Rose im Vordergrund scharf gestellt, aber möchtest trotzdem das dahinter befindliche, gelbe Gänseblümchen in dein Foto einbauen. Ordne das sekundäre Motiv auf der gegenüberliegenden Seite des Bildausschnitts an, um die Elemente des Fotos auszugleichen, während du das Hauptmotiv im Fokus behältst.

12. Zentrale Anordnung

Obwohl bei zu häufiger Anwendung dieser Methode schnell Langeweile aufkommt, kann die zentrale Platzierung des Motivs in der Bildmitte auch ein ausgewogenes Endergebnis erzeugen und ein Gefühl der Ruhe in deinen Bildern vermitteln (vor allem, wenn der Hintergrund symmetrisch ist).

13. Der Goldene Schnitt

Der Goldene Schnitt ist ein scheinbar komplexes mathematisches Verhältnis (ähnlich der Drittel-Regel). Dabei wird dein Bildausschnitt in mehrere Quadrate unterteilt. Innerhalb dieser Quadrate wird eine Spirale eingezeichnet, die als Fibonacci-Spirale bekannt ist und eine Vorstellung davon vermittelt, wie die Szene "fließen" soll.

14. Der negative Raum

Ein negativer Raum um dein Motiv herum erzeugt einen schlichten Look. Wie bei zahlreichen anderen Techniken der Bildkomposition, hilft diese Art von Minimalismus dem Betrachter, sich ausschließlich auf das eigentliche Motiv in deinem Foto zu konzentrieren.

15. Goldene Dreiecke und Spiralen

Bei dieser Kompositionstechnik teilst du dein Bild diagonal von einer Ecke zur Anderen. Im nächsten Schritt zeichnest du, im rechten Winkel von dieser Diagonale ausgehend, eine weitere Linie in eine der anderen Bildecken. Ordne anschließend die Elemente deines Fotos so an, dass sie in den Dreiecken liegen. Fertig!

15. Blickwinkel

Blickwinkel wirken Wunder, wenn es um die Bildkomposition in der Fotografie geht. In Portraits zum Beispiel kann eine Person radikal anders aussehen, wenn man sie von unten, von oben oder von vorn ablichtet.

16. Ebenen

Die Einbeziehung von Ebenen in deine Aufnahmen (z. B. eine Kaffeetasse, gefolgt von deinem Motiv, welches die Tasse hält, gefolgt von der orange gestreiften Couch im Café dahinter) verleiht deiner Bildkomposition Kreativität.

17. Symmetrie

Das Experimentieren mit symmetrischen Objekten in deinen Bildern (sei es mit Menschen, Gebäude oder Teller mit Speisen) sorgt für Ausgewogenheit und eine angenehme, beruhigende Bildkomposition.

18. Muster

Menschen fühlen sich von Mustern angezogen, weil sie schön anzuschauen sind. Als Beispiele für die Bildkomposition kommen Bögen, sich wiederholende Steinformationen oder mehrere Baumkronen in Frage. Die Gestaltungsmöglichkeiten für Muster in unserer Umgebung sind endlos und es macht Spaß, sie fotografisch festzuhalten.

19. Formen

Formen sind überall um uns herum gegenwärtig – sowohl Natürliche als auch Künstliche. Halte Ausschau nach Dingen wie Wasser, das sich zu einem Herz geformt hat, oder nach drei Grashalmen, die sich zu einem Dreieck ergänzen.

20. Minimalismus

Minimalismus ist ein mächtiger Aspekt der Fotografie, den es zu beleuchten gilt. Stell dir vor, du zoomst in ein Motiv hinein. Anstatt den Blick auf eine Palme, eine Kokosnuss und die Wellen dahinter zu lenken, beschäftige dich vielleicht nur mit der Textur der Kokosnuss.

21. Gegenüberstellung (Juxtaposition)

Der Zauber der Gegenüberstellung entfaltet sich in allen Kunstformen. In der Fotografie kommt die Gegenüberstellung auf vielfältige Weise zum Einsatz. Stell dir vor, du machst eine Aufnahme von einer Person, die ein Schild hält, auf dem er bzw. sie nach Essen bettelt, während man im Hintergrund einen riesigen Supermarkt erkennt. Mithilfe der Gegenüberstellung lassen sich auf fotografische Weise Geschichten erzählen.

22. Texturen

Auf Reisen solltest du immer nach Texturen Ausschau halten. Fotografiere beispielsweise die grobe Textur eines Felsens auf einer deiner Wanderungen oder das glatte Antlitz von frischen Pfirsichen am Frühstücksbuffet deines Hotels.

23. Perspektiven

Zu Beginn fotografieren viele Anfänger aus Augenhöhe. Ein Fotografie-Tipp für Anfänger lautet: Durch Berücksichtigung der Perspektive bzw. des Standpunkts lassen sich auf Anhieb interessantere Fotos schießen. Beug dich nach unten, geh auf die Knie oder erklimm einen höheren Punkt und finde heraus, wie du dein Motiv auf einzigartige Weise einfangen kannst.

24. Farbkombinationen

Die Farben in deinen Fotomotiven können lebhaft, trüb, gedämpft oder neonfarben sein – und wenn du ein Verständnis dafür entwickelst, wie sich die einzelnen Farben kombinieren lassen, kannst du einige wahrhaftig schöne Bilder kreieren. (Immerhin gibt es einen Grund, warum Innenarchitekten und Modedesigner Farbtheorie studieren.)

25. Hintergrund

Fotografen müssen sich ständig über den Hintergrund ihres Fotos und dessen Zusammenspiel mit der Bildgestaltung im Klaren sein. Eine Person, die einen Basketball in der Hand hält, während man im Hintergrund ein Fußballfeld erkennt, wirkt zum Beispiel gänzlich anders auf den Betrachter als eine Person, die auf einem Basketballplatz steht und denselben Ball in der Hand hält.

26. Der Beschnitt

Wähle eines deiner Bilder aus und beschneide es auf drei verschiedene Weisen, um ein wenig zu experimentieren und ein Verständnis für die Wirkung des Beschnitts zu entwickeln. Schneide den kompletten Rand weg, so als ob du hineinzoomen würdest. Im nächsten Beispiel schneidest du nur den rechten Rand ab. Und danach nur den Linken. Wie verändern die verschiedenen Zuschnitte die Stimmung deiner Fotos?

27. Dreiecke

Um Fotos faszinierender zu gestalten, solltest du Dreiecke in deine Bilder einbauen. Dreiecke unterteilen deinen Bildausschnitt und leiten das Auge (denke beispielsweise an ein am Boden liegendes Kind, das sein Kinn mit den Händen stützt oder eine Person, die ihre Hände in die Hüfte legt, anstatt sie seitlich hängen zu lassen).

28. Tiefe

Baue interessante Dinge im Vordergrund ein, um deinen Bildern Tiefe zu verleihen. Platziere beispielsweise die hereinkommende Flut gekonnt in den Vordergrund (mit dem Surfer und den Wellen dahinter).

29. Keine Regel ist die beste Regel

Folgende Regel stammt direkt vom Photolemur-Team: Denk daran, die beste Regel ist keiner Regel zu folgen. Trau deinen Fähigkeiten. Werde kreativ und hab Spaß.

30. Experimentieren

Fotografieren lernen für Anfänger

Bei der Fotografie handelt es sich um eine Kunst – deine Kunst. Und die beste Technik ist das Experimentieren. Schlussendlich bist du derjenige mit dem Auge für das Motiv und nur du kannst die Geschichte deiner Reise auf einzigartige Weise erzählen.

Wir von Photolemur wünschen dir viel Glück und Inspiration auf deiner nächsten Fotoreise!

Wie immer kannst du dich bei Fragen oder Anregungen gern an uns wenden. Wir würden uns freuen, von dir zu hören!

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